Citalopram Al 30mg Filmtabletten 50 ST

PZN 04973722
Производитель Aliud Pharma GmbH
Форма Таблетки покрытые оболочкой
Ёмкость 50 St
Потенция 30MG
Рецепт да
32.81 €

Аннотация


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Zusammensetzung von CITALOPRAM AL 30 mg Filmtabletten
1 Tabl. enthält
Wirkstoffe
  • 30 mg Citalopram
  • 37.48 mg Citalopram hydrobromid
Hilfsstoffe
  • Magnesium stearat
  • Hypromellose
  • Siliciumdioxid, hochdisperses
  • Cellulose, mikrokristalline
  • Mannitol
  • Macrogol 6000
  • Titandioxid

Anwendungsgebiete von CITALOPRAM AL 30 mg Filmtabletten

Arzneimittel zur Behandlung von depressiven Erkrankungen (Antidepressivum). Es gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs) genannt werden.

Es wird angewendet zur Behandlung von depressiven Erkrankungen (Episoden einer Major Depression).

Dosierung von CITALOPRAM AL 30 mg Filmtabletten

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Erwachsene:
Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 20 mg Citalopram pro Tag. Wenn erforderlich, kann die Dosis nach Anweisung des Arztes bis zur Höchstdosis von 2 Filmtabletten (entsprechend 60 mg Citalopram) pro Tag erhöht werden. Für die niedrigeren Dosierungen sind andere Stärken des Arzneimittels erhältlich.

Ältere Patienten (über 65 Jahre):
Bei älteren Patienten sollte die Dosis die Hälfte der empfohlenen Dosis, d.h. 10 bis 20 mg pro Tag betragen. Abhängig von Ihrem Ansprechen auf das Arzneimittel kann Ihr Arzt die Dosis erhöhen. Die empfohlene Höchstdosis für ältere Patienten beträgt 40 mg pro Tag.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren:
Citalopram sollte zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht angewendet werden.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion:
Wenn Sie eine leichte bis mittelschwere Nierenerkrankung haben, können Sie die übliche Dosis von Citalopram einnehmen. Zur Behandlung von Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min) liegen keine Informationen vor. Deshalb wird die Anwendung von Citalopram bei diesen Patienten nicht empfohlen.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion:
Patienten mit einer Leberschädigung oder einer Lebererkrankung sollten eine Anfangsdosis von 10 mg pro Tag erhalten. Die Höchstdosis beträgt in diesen Fällen 30 mg pro Tag. Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion werden von ihrem Arzt engmaschig überwacht.

 

Dauer der Anwendung:

Mit der antidepressiven Wirkung von Citalopram ist erst nach mindestens zwei Wochen zu rechnen. Die Behandlung sollte so lange fortgesetzt werden, bis Sie 4 bis 6 Monate beschwerdefrei waren. Ihr Arzt wird die Dosis und die Dauer der Behandlung entsprechend der Art und Schwere Ihrer Erkrankung und Ihres persönlichen Ansprechens auf das Arzneimittel festlegen.

 

Überdosierung:

Falls Sie versehentlich zu viele Tabletten eingenommen haben oder ein Kind Citalopram eingenommen hat, suchen Sie umgehend Ihren Arzt oder das nächstgelegene Krankenhaus auf.

Die Symptome einer Überdosierung von Citalopram sind abhängig von der eingenommenen Dosis. Zu ihnen können Schläfrigkeit, Koma, Regungslosigkeit, Krampfanfälle, erhöhter Puls, Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen, blaue verfärbte Lippen und Haut sowie Hyperventilation (beschleunigte und verstärkte Atmung) und selten Störungen des Herzrhythmus gehören. Symptome des so genannten Serotonin-Syndroms können ebenfalls auftreten.

 

Vergessene Einnahme:

Das ist kein Grund zur Sorge. Lassen Sie die vergessene Dosis einfach vollständig aus, und nehmen Sie dann Ihre nächste Dosis wieder zum gewohnten Zeitpunkt ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

 

Behandlungsabbruch:


Sprechen Sie bitte erst mit Ihrem Arzt, bevor Sie die Behandlung mit Citalopram unterbrechen oder beenden, auch wenn Sie sich besser fühlen. Wenn Sie die Einnahme von Citalopram plötzlich beenden, kann es zu Absetzerscheinungen kommen. Zu diesen können zählen: Schwindelgefühl, Kribbeln und Stromschlaggefühl, Schlafstörungen (einschließlich Schlaflosigkeit und intensive Träume), Erregtheit oder Angst, Übelkeit, Erbrechen, Zittern, Verwirrtheit, Schwitzen, Kopfschmerzen, Durchfall, Herzklopfen (Palpitationen), emotionale Instabilität, Reizbarkeit und Sehstörungen. Im Allgemeinen sind diese Beschwerden leicht bis mittelschwer und gehen innerhalb von 2 Wochen von selbst wieder zurück. Bei einigen Patienten können sie jedoch stärker ausgeprägt sein und länger anhalten.

Bei Beendigung der Behandlung mit Citalopram wird empfohlen, die Dosis von Citalopram allmählich über einen Zeitraum von mindestens 1 bis 2 Wochen zu verringern.

Wenn bei Ihnen nach Beendigung der Einnahme von Citalopram starke Absetzerscheinungen auftreten, informieren Sie bitte Ihren Arzt. Er wird Sie möglicherweise auffordern, Ihre Tabletten erneut einzunehmen, um dann die Dosis noch langsamer zu verringern.

 

 

Wechselwirkungen von CITALOPRAM AL 30 mg Filmtabletten

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden bzw. vor kurzem angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel, pflanzliche Mittel, Reformkost oder Nahrungsergänzungsmittel handelt.

 

Die gleichzeitige Einnahme von Citalopram mit den folgenden Arzneimitteln kann deren Wirkungsweise beeinflussen oder deren Nebenwirkungen verstärken und umgekehrt (d.h. es kann zu Wechselwirkungen kommen):

- Arzneimittel, die zur Gruppe der MAO-Hemmer gehören (Arzneimittel zur Behandlung von depressiven Erkrankungen oder der Parkinson-Krankheit). Bei gleichzeitiger Einnahme können sehr schwere Nebenwirkungen einschließlich eines Krankheitsbildes auftreten, das als Serotonin-Syndrom bekannt ist

- Pimozid, ein Arzneimittel, das zur Behandlung von bestimmten psychiatrischen Erkrankungen (Psychosen) angewendet wird. Nehmen Sie Citalopram AL nicht zusammen mit Pimozid ein, da es bei gleichzeitiger Einnahme zu Herzproblemen kommen kann

- Tramadol (ein starkes Schmerzmittel), Sumatriptan oder andere 'Triptane' (Arzneimittel zur Behandlung der Migräne), Oxitriptan und Tryptophan (ein Nahrungsergänzungsmittel und Serotoninvorstufe). Die gleichzeitige Einnahme von Citalopram mit diesen Arzneimitteln wird nicht empfohlen

- Antikoagulanzien (z.B. Warfarin) und andere Arzneimittel, die die Blutgerinnung beeinflussen können, wie nichtsteroidale Antirheumatika (entzündungshemmende Schmerzmittel wie Naproxen und Ibuprofen), Acetylsalicylsäure, Dipyridamol und Ticlopidin (Arzneimittel zur Senkung der Thrombosegefahr)

- Arzneimittel, die als 'atypische Neuroleptika' bekannt sind, Phenothiazine oder tricyclische Antidepressiva. Diese Arzneimittel können ebenfalls die Gefahr von Blutungen erhöhen.

- pflanzliche Präparate, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten. Diese sollten nicht gleichzeitig mit Citalopram eingenommen werden, da sich die Nebenwirkungen verschlimmern können

- Cimetidin, Omeprazol, Esomeprazol oder Lansoprazol (magensäurehemmende Mittel), Fluvoxamin (Arzneimittel zur Behandlung von depressiven Erkrankungen) und Ticlopidin (Blutverdünnungsmittel) können die Konzentration von Citalopram im Blut erhöhen. Sollten bei gleichzeitiger Einnahme dieser Arzneimittel mit Citalopram Nebenwirkungen auftreten, wird Ihr Arzt möglicherweise die Dosis von Citalopram verringern

- Lithium (ein Arzneimittel zur Behandlung von Manie und depressiven Erkrankungen). In Kombination mit Citalopram ist Vorsicht geboten. Wie üblich müssen die Konzentrationen von Lithium im Blut regelmäßig überwacht werden

- Arzneimittel zur Senkung der Krampfschwelle, z.B. andere Arzneimittel gegen depressive Erkrankungen (tricyclische Antidepressiva, SSRIs), Neuroleptika (zur Behandlung geisitg-seelischer Erkrankungen wie beispielsweise Schizophrenie und Manie, z.B. Phenothiazine, Butyrophenone, Thioxanthene), Mefloquin (Malariamittel), Bupropion (Arzneimittel, das zur Raucherentwöhnung eingesetzt werden kann, ein Antidepressivum) und Tramadol (Schmerzmittel): Die gleichzeitige Anwendung mit Citalopram kann Krampfanfälle auslösen

- bestimmte Arzneimittel, die bei gleichzeitiger Einnahme mit Citalopram langsamer aus dem Körper ausgeschieden werden. Hierzu gehören z.B. Flecainid und Propafenon (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen), Metopropol (bei Anwendung zur Behandlung von Herzleistungsschwäche), Arzneimittel zur Behandlung von depressiven Erkrankungen wie Desipramin, Clomipramin und Nortriptylin, bestimmte Arzneimittel gegen psychiatrische Erkrankungen (Psychosen) wie Risperidon, Thioridazin und Haloperidol. Ihr Arzt wird möglicherweise die Dosis Ihrer Arzneimittel anpassen

- andere Arzneimittel, die eine so genannte Verlängerung des QT-Intervalls im EKG hervorrufen, oder Arzneimittel, die den Gehalt an Kalium oder Magnesium im Blut verringern (was ebenfalls zu einer Verlängerung des QT-Intervalls führen kann). Citalopram hat auch eine derartige Wirkung, so dass sich bei gleichzeitiger Anwendung dieser Arzneimittel die Gefahr von Herzrhythmusstörungen erhöht.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie weitere Informationen dazu benötigen.

 

Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken:

Die Tabletten können mit oder ohne Nahrung eingenommen werden. Bei gleichzeitiger Einnahme von Citalopram mit Alkohol wurden zwar keine besonderen Wechselwirkungen festgestellt, trotzdem sollte der Genuss von Alkohohl während der Behandlung mit Citalopram vermieden werden.

Nebenwirkungen von CITALOPRAM AL 30 mg Filmtabletten

Wie alle Arzneimittel kann das Präparat Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Die folgenden Nebenwirkungen wurden mit den angegebenen Häufigkeiten berichtet:

 

Sehr häufig:
- Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Erregtheit, Nervosität
- Kopfschmerzen, Zittern, Schwindelgefühl
- Eingeschränkte Fähigkeit des Auges, sich auf verschiedene Entfernungen einzustellen (Akkommodationsstörungen)
- Herzklopfen (Palpitationen)
- Übelkeit, Mundtrockenheit, Verstopfung, Durchfall
- Vermehrtes Schwitzen
- Allgemeines Schwächegefühl (Asthenie).

 

Häufig:
- Gewichtsabnahme oder -zunahme
- Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, ungewöhnliche Träume, Gedächtnisverlust (Amnesie), Angst, verminderter Geschlechtstrieb, verminderter Appetit, Appetitlosigkeit oder vermehrter Appetit, Gleichgültigkeit (Apathie), Verwirrtheit
- Migräne, Missempfindungen (Parästhesien)
- Sehstörungen
- Ohrgeräusche (Tinnitus)
- Beschleunigter Puls
- Blutdruckabfall beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie), erniedrigter oder erhöhter Blutdruck
- Schnupfen (Rhinitis), Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
- Verdauungsbeschwerden, Erbrechen, Bauchschmerzen, Blähungen, vermehrter Speichelfluss, Veränderung des Geschmacksempfindens
- Hautausschlag, Juckreiz
- Beschwerden beim Wasserlassen, vermehrtes Wasserlassen
- Ausbleibender Samenerguss, Ejakulationsstörungen, ausbleibender Orgasmus bei der Frau, Orgasmusstörungen bei der Frau, abnorme oder schmerzhafte Menstruationsblutungen, Impotenz
- Müdigkeit, Gähnen, Aufmerksamkeitsstörungen
- Muskel- und Gelenkschmerzen
- Absetzreaktionen, Beschwerden wie z.B. Schwindelgefühl, Übelkeit, Erbrechen, Zittern, Verwirrtheit, Schwitzen, Kopfschmerzen, Durchfall, Empfindungsstörungen (Parästhesien und elektrisierende Missempfindungen), Schlafstörungen (einschließlich Schlaflosigkeit und intensive Träume), Erregtheit oder Angst, Herzklopfen, Gefühlsschwankungen, Reizbarkeit und Sehstörungen.

 

Gelegentlich:
- Glücksgefühle (Euphorie), gesteigerter Geschlechtstrieb
- Aggression
- Realitätsverlust oder Gefühl der Selbstentfremdung (Depersonalisation), Wahrnehmungsstörungen (Halluzinationen), gehobene oder stark erregte Stimmung, die zu ungewöhnlichen Verhaltensweisen führt (Manie)
- Pupillenerweiterung
- Bewegungsstörungen, wie z.B. eine anormale Haltung oder unwillkürliche schraubende Bewegungen (so genannte extrapyramidalmotorische Störung), epileptische Anfälle
- Verlangsamter Puls
- Husten
- Anstieg der Leberwerte (durch Blutuntersuchung nachweisbar)
- Überempfindlichkeit gegen Sonnenlicht (Photosensibilität), Nesselsucht, Haarausfall (Alopezie), rote oder violette - - Färbung der Haut (Purpura)
- Unfähigkeit, Harn zu lassen (Harnretention)
- Flüssigkeitsansammlung im Gewebe (Ödeme)
- Allergische Reaktionen, Bewusstseinsverlust, Unwohlsein.

 

Selten:
- Natriummangel (Hyponatriämie), verminderte Harnausscheidung durch ein so genanntes Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH)
- Serotonin-Syndrom
- Blutungen z.B. in Gebärmutter, Magen-Darm-Trakt, Haut oder Schleimhaut
- Leberentzündung (Hepatitis)
- Fieber.

 

Sehr selten:
- Panikattacken (diese Symptome können mit der Grunderkrankung zusammenhängen)
- Herzrhythmusstörungen
- Flüssigkeitseinlagerung mit schmerzhafter Schwellung der Haut und Schleimhaut (z.B. an Zunge und Rachen), erschwerte Atmung und/oder Hautausschlag und Juckreiz (so genanntes Angioödem)
- Anormaler Milchfluss aus der Brustdrüse (Galaktorrhoe)
- Schwere Überempfindlichkeitsreaktion (anaphylaktische Reaktion), die zu einem Schockzustand (starker Blutdruckabfall, Blässe, Unruhe, schwacher und schneller Puls, feuchte Haut und Bewusstseinseintrübung) aufgrund einer plötzlichen Erweiterung der Blutgefäße führen kann.

 

Häufigkeit nicht bekannt:
- Verminderung der Blutplättchen, wodurch das Risiko für Blutungen und Blutergüsse steigt (Thrombozytopenie)
- Allergische (Überempfindlichkeits-) Reaktionen, die lebensbedrohlich sein können
- Zähneknirschen
- Ruhelosigkeit
- Niedriger Kaliumspiegel im Blut (Hypokaliämie)
- Veränderungen im EKG (QT-Verlängerung)
- Nasenbluten
- Abnorme Leberfunktionstests
- Kleinflächige Hautblutung (Ekchymose)
- Azyklische Blutungen aus der Gebärmutter (Metrorrhagie)
- Schmerzhafte, andauernde Erektion (Priapismus)
- Psychomotorische Unruhe und Unfähigkeit, still zu sitzen oder still zu stehen
- Suizidale Gedanken, suizidales Verhalten. Fälle von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten während der Therapie mit Citalopram oder kurze Zeit nach Beendigung der Behandlung sind berichtet worden.

 

Andere mögliche Nebenwirkungen:
Ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Knochenbrüchen wurde bei Patienten, die mit dieser Arzneimittelgruppe behandelt wurden, beobachtet.

 

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.

Gegenanzeigen zu CITALOPRAM AL 30 mg Filmtabletten

Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden:

- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Citalopram, dem Wirkstoff des Arzneimittels, oder einen der sonstigen Bestandteile sind

- wenn Sie ein Arzneimittel einnehmen, das zur Gruppe der Monoaminoxidase (MAO)-Hemmer gehört. Diese Arzneimittel werden für gewöhnlich zur Behandlung von depressiven Erkrankungen oder der Parkinson-Krankheit angewendet. Der MAO-Hemmer Selegilin kann gleichzeitig mit Citalopram eingenommen werden, wenn die Dosis von Selegilin nicht mehr als 10 mg pro Tag beträgt.

- wenn Sie vor kurzem MAO-Hemmer eingenommen haben. Abhängig von der Art des MAO-Hemmers müssen Sie nach Beendigung der Einnahme des MAO-Hemmers bis zu 14 Tage warten, bevor Sie mit der Einnahme von Citalopram beginnen dürfen. Wenn Sie die Einnahme von Citalopram beenden und einen MAO-Hemmer einnehmen möchten, müssen Sie dazwischen eine Behandlungspause von mindestens 7 Tagen einlegen.

- wenn Sie Pimozid (ein Arzneimittel zur Behandlung der Schizophrenie und von chronischer Psychose) einnehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit zu CITALOPRAM AL 30 mg Filmtabletten

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

 

Schwangerschaft:

Zur Anwendung von Citalopram, dem Wirkstoff des Arzneimittels, während der Schwangerschaft liegen nur begrenzte Erfahrungen vor. Nehmen Sie Citalopram nicht ein, wenn Sie schwanger sind oder planen, schwanger zu werden, es sei denn, Ihr Arzt hält es für zwingend erforderlich.

Bitte stellen Sie sicher, dass Ihre Hebamme und/oder Ihr Arzt/ Ihre Ärztin darüber informiert sind, dass Sie mit Citalopram AL behandelt werden. Arzneimittel wie Citalopram können, wenn sie während der Schwangerschaft, insbesondere in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft, eingenommen werden, zu einer ernsthaften Gesundheitsbeeinträchtigung des Neugeborenen führen, die primäre oder persistierende pulmonale Hypertonie des Neugeborenen (PPHN) genannt wird und die sich darin zeigt, dass das Neugeborene schneller atmet und eine Blaufärbung der Haut aufweist. Diese Symptome beginnen normalerweise während der ersten 24 Stunden nach der Geburt. Bitte informieren Sie in einem solchen Fall sofort Ihre Hebamme und/oder Ihren Arzt.

Gleichwohl sollten Sie die Einnahme von Citalopram nicht plötzlich abbrechen. Wenn Sie Citalopram in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft eingenommen haben, informieren Sie bitte Ihren Arzt, da Ihr neugeborenes Kind bestimmte Beschwerden aufweisen könnte. Diese Beschwerden beginnen im Allgemeinen innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Geburt des Kindes. Hierzu gehören: Schlafstörungen, Schwierigkeiten beim Trinken oder Atmen, bläuliche Verfärbung der Haut, wechselnde Körpertemperatur (zu hoch oder zu niedrig), Krankheitsgefühl, häufiges Schreien, steife oder schlaffe Muskeln, Teilnahmslosigkeit, Zittern, ängstliches/nervöses Zittern oder Krampfanfälle. Wenn Ihr neugeborenes Kind bei der Geburt derartige Beschwerden aufweist, suchen Sie sofort Ihren Arzt auf, der Sie weiter beraten wird.

 

Stillzeit:

Citalopram geht in geringen Mengen in die Muttermilch über, so dass das Risiko einer Wirkung auf den Säugling besteht. Wenn Sie Citalopram einnehmen, müssen Sie mit Ihrem Arzt sprechen, bevor Sie mit dem Stillen beginnen.

Anwendung zu CITALOPRAM AL 30 mg Filmtabletten

Bitte nehmen Sie die Filmtabletten einmal täglich ein, entweder morgens oder abends, mit einem Glas Wasser. Die Tabletten können mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.

Patientenhinweise zu CITALOPRAM AL 30 mg Filmtabletten

Besondere Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich:

 

Suizidgedanken und Verschlechterung Ihrer Depression:

Wenn Sie depressiv sind können Sie manchmal Gedanken daran haben, sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen. Solche Gedanken können bei der erstmaligen Anwendung von Antidepressiva verstärkt sein, denn alle diese Arzneimittel brauchen einige Zeit bis sie wirken, gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal auch länger.

Das Auftreten derartiger Gedanken ist wahrscheinlicher,
- wenn Sie bereits früher einmal Gedanken daran hatten, sich das Leben zu nehmen oder daran gedacht haben, sich selbst zu verletzen
- wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Ergebnisse aus klinischen Studien haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Suizidverhalten bei jungen Erwachsenen im Alter bis 25 Jahre gezeigt, die unter einer psychiatrischen Erkrankung litten und mit einem Antidepressivum behandelt wurden.

Gehen Sie zu Ihrem Arzt oder suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus auf, wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt Gedanken daran entwickeln, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen.

Es kann hilfreich sein, wenn Sie einem Freund oder Verwandten erzählen, dass Sie depressiv sind. Bitten Sie diese Personen, diese Informationen zu lesen. Fordern Sie sie auf Ihnen mitzuteilen, wenn sie den Eindruck haben, dass sich Ihre Depression verschlimmert oder wenn sie sich Sorgen über Verhaltensänderungen bei Ihnen machen.

 

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren:

Citalopram sollte normalerweise nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden. Zudem sollten Sie wissen, dass Patienten unter 18 Jahren bei Einnahme dieser Klasse von Arzneimitteln ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen wie Suizidversuch, suizidale Gedanken und Feindseligkeit (vorwiegend Aggressivität, oppositionelles Verhalten und Wut) aufweisen. Dennoch kann Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren Citalopram verschreiben, wenn er entscheidet, dass dieses Arzneimittel im bestmöglichen Interesse des Patienten ist. Wenn Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren Citalopram verschrieben hat und Sie darüber sprechen möchten, wenden Sie sich bitte erneut an Ihren Arzt. Sie sollten Ihren Arzt benachrichtigen, wenn bei einem Patienten unter 18 Jahren, der Citalopram einnimmt, eines der oben aufgeführten Symptome auftritt oder sich verschlimmert. Darüber hinaus sind die langfristigen sicherheitsrelevanten Auswirkungen von Citalopram in Bezug auf Wachstum, Reifung und kognitive Entwicklung sowie Verhaltensentwicklung in dieser Altersgruppe noch nicht nachgewiesen worden.

 

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eine der unten aufgeführten Krankheiten oder Beschwerden haben oder hatten. Ihr Arzt wird entscheiden, ob Sie unter diesen Umständen Citalopram einnehmen dürfen oder nicht. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt:
- wenn Sie ein so genanntes Serotonin-Syndrom entwickeln mit Beschwerden wie starke Erregtheit, Zittern, Muskelzucken und Fieber. Wenn dies der Fall ist, wird Ihr Arzt die Behandlung mit Citalopram sofort beenden.
- wenn Sie eine nicht gut beherrschbare Epilepsie haben. Wenn Sie erstmalig Krampanfälle bekommen oder mehr Krampfanfälle haben als gewöhnlich, muss die Einnahme von Citalopram beendet und Ihr Arzt informiert werden.
- wenn Sie eine Elektrokrampfbehandlung erhalten.
- wenn Sie Episoden einer Manie (überaktives Verhalten oder überaktive Gedanken) haben oder hatten. Wenn Sie erneut beginnen, unter einer Manie zu leiden, wird Ihr Arzt die Behandlung mit Citalopram abbrechen.
- wenn Sie eine so genannte Psychose (eine bestimmte geistig-seelische Erkrankung) mit depressiven Phasen haben. Citalopram kann möglicherweise die Symptome Ihrer Psychose verschlimmern.
- wenn bei Ihnen Beschwerden wie ein inneres Gefühl der Ruhelosigkeit und die Unfähigkeit, still zu sitzen oder still zu stehen auftreten, die oft mit einer als quälend erlebten Unruhe verbunden sind (Akathisie). Diese Beschwerden treten meist innerhalb der ersten Wochen der Behandlung auf. Eine Erhöhung der Dosis von Citalopram kann zu einer Verschlimmerung führen.
- wenn Sie Blutgerinnungsstörungen haben oder hatten. Citalopram kann das Blutungsrisiko erhöhen.
- wenn Sie an einer schweren Nierenerkrankung leiden. Die Auswirkungen von Citalopram auf Patienten mit einer Nierenerkrankung sind nicht bekannt.
- wenn bei Ihnen eine Leberschädigung vorliegt oder Sie an einer Lebererkrankung leiden. In diesem Fall brauchen Sie eine geringere Dosis von Citalopram und müssen bei Ihnen regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden.
- wenn bei Ihnen Beschwerden wie Schlaflosigkeit und Erregtheit auftreten. Diese sind zu Beginn der Behandlung recht häufig. Möglicherweise verschreibt Ihnen Ihr Arzt eine geringere Dosis.
- wenn Sie unter Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) leiden. In diesem Fall muss Ihr Arzt möglicherweise Ihre Insulindosis oder die Dosis anderer Arzneimittel, die Sie zur Senkung Ihres Blutzuckers einnehmen, anpassen.
- wenn es bei Ihnen während der Behandlung mit Citalopram zu Beschwerden, wie Übelkeit und Unwohlsein mit Muskelschwäche oder Verwirrtheit kommt.
- wenn Sie zu bestimmten Herzproblemen neigen (Verlängerung des so genannten QTc-Intervalls im EKG oder Verdacht auf ein angeborenes Long-QT-Syndrom) oder Sie einen zu niedrigen Gehalt an Kalium oder Magnesium in Ihrem Blut (Hypokaliämie/Hypomagnesiämie) haben.

 

Bitte informieren Sie Ihren Arzt auch, wenn Sie folgende Arzneimittel einnehmen:
- ein Arzneimittel gegen Migräne, das zur Gruppe der so genannten Triptane gehört (z.B. Sumatriptan), das starke Schmerzmittel Tramadol oder Nahrungsergänzungsmittel, die Oxitriptan oder Tryptophan enthalten.
- pflanzliche Präparate, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten. Die gleichzeitige Einnahme mit Citalopramerhöht die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen. Sie sollten die Einnahme von Johanniskraut beenden und mit Ihrem Arzt sprechen.
- Arzneimittel, die die Blutgerinnung beeinflussen oder die Blutungsgefahr erhöhen.

 

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:

Citalopram hat einen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Alle Arzneimittel, die die Psyche beeinflussen, können die Fähigkeit einschränken, Entscheidungen zu treffen und in Notsituationen richtig zu reagieren. Deshalb können Ihre Verkehrstüchtigkeit und Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt sein. Setzen Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeuges und bedienen Sie keine Maschinen, bevor Sie wissen, wie Citalopram bei Ihnen wirkt. Fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie sich nicht sicher sind.

 

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

https://pharmadata.org/pdf/beipackzettel/ext/4973722/Beipackzettel-CITALOPRAM-AL-30-mg-Filmtabletten-50-St.pdf
Zusammensetzung von CITALOPRAM AL 30 mg Filmtabletten
1 Tabl. enthält
Wirkstoffe
  • 30 mg Citalopram
  • 37.48 mg Citalopram hydrobromid
Hilfsstoffe
  • Magnesium stearat
  • Hypromellose
  • Siliciumdioxid, hochdisperses
  • Cellulose, mikrokristalline
  • Mannitol
  • Macrogol 6000
  • Titandioxid

Anwendungsgebiete von CITALOPRAM AL 30 mg Filmtabletten

Arzneimittel zur Behandlung von depressiven Erkrankungen (Antidepressivum). Es gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs) genannt werden.

Es wird angewendet zur Behandlung von depressiven Erkrankungen (Episoden einer Major Depression).

Dosierung von CITALOPRAM AL 30 mg Filmtabletten

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Erwachsene:
Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 20 mg Citalopram pro Tag. Wenn erforderlich, kann die Dosis nach Anweisung des Arztes bis zur Höchstdosis von 2 Filmtabletten (entsprechend 60 mg Citalopram) pro Tag erhöht werden. Für die niedrigeren Dosierungen sind andere Stärken des Arzneimittels erhältlich.

Ältere Patienten (über 65 Jahre):
Bei älteren Patienten sollte die Dosis die Hälfte der empfohlenen Dosis, d.h. 10 bis 20 mg pro Tag betragen. Abhängig von Ihrem Ansprechen auf das Arzneimittel kann Ihr Arzt die Dosis erhöhen. Die empfohlene Höchstdosis für ältere Patienten beträgt 40 mg pro Tag.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren:
Citalopram sollte zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht angewendet werden.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion:
Wenn Sie eine leichte bis mittelschwere Nierenerkrankung haben, können Sie die übliche Dosis von Citalopram einnehmen. Zur Behandlung von Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min) liegen keine Informationen vor. Deshalb wird die Anwendung von Citalopram bei diesen Patienten nicht empfohlen.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion:
Patienten mit einer Leberschädigung oder einer Lebererkrankung sollten eine Anfangsdosis von 10 mg pro Tag erhalten. Die Höchstdosis beträgt in diesen Fällen 30 mg pro Tag. Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion werden von ihrem Arzt engmaschig überwacht.

 

Dauer der Anwendung:

Mit der antidepressiven Wirkung von Citalopram ist erst nach mindestens zwei Wochen zu rechnen. Die Behandlung sollte so lange fortgesetzt werden, bis Sie 4 bis 6 Monate beschwerdefrei waren. Ihr Arzt wird die Dosis und die Dauer der Behandlung entsprechend der Art und Schwere Ihrer Erkrankung und Ihres persönlichen Ansprechens auf das Arzneimittel festlegen.

 

Überdosierung:

Falls Sie versehentlich zu viele Tabletten eingenommen haben oder ein Kind Citalopram eingenommen hat, suchen Sie umgehend Ihren Arzt oder das nächstgelegene Krankenhaus auf.

Die Symptome einer Überdosierung von Citalopram sind abhängig von der eingenommenen Dosis. Zu ihnen können Schläfrigkeit, Koma, Regungslosigkeit, Krampfanfälle, erhöhter Puls, Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen, blaue verfärbte Lippen und Haut sowie Hyperventilation (beschleunigte und verstärkte Atmung) und selten Störungen des Herzrhythmus gehören. Symptome des so genannten Serotonin-Syndroms können ebenfalls auftreten.

 

Vergessene Einnahme:

Das ist kein Grund zur Sorge. Lassen Sie die vergessene Dosis einfach vollständig aus, und nehmen Sie dann Ihre nächste Dosis wieder zum gewohnten Zeitpunkt ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

 

Behandlungsabbruch:


Sprechen Sie bitte erst mit Ihrem Arzt, bevor Sie die Behandlung mit Citalopram unterbrechen oder beenden, auch wenn Sie sich besser fühlen. Wenn Sie die Einnahme von Citalopram plötzlich beenden, kann es zu Absetzerscheinungen kommen. Zu diesen können zählen: Schwindelgefühl, Kribbeln und Stromschlaggefühl, Schlafstörungen (einschließlich Schlaflosigkeit und intensive Träume), Erregtheit oder Angst, Übelkeit, Erbrechen, Zittern, Verwirrtheit, Schwitzen, Kopfschmerzen, Durchfall, Herzklopfen (Palpitationen), emotionale Instabilität, Reizbarkeit und Sehstörungen. Im Allgemeinen sind diese Beschwerden leicht bis mittelschwer und gehen innerhalb von 2 Wochen von selbst wieder zurück. Bei einigen Patienten können sie jedoch stärker ausgeprägt sein und länger anhalten.

Bei Beendigung der Behandlung mit Citalopram wird empfohlen, die Dosis von Citalopram allmählich über einen Zeitraum von mindestens 1 bis 2 Wochen zu verringern.

Wenn bei Ihnen nach Beendigung der Einnahme von Citalopram starke Absetzerscheinungen auftreten, informieren Sie bitte Ihren Arzt. Er wird Sie möglicherweise auffordern, Ihre Tabletten erneut einzunehmen, um dann die Dosis noch langsamer zu verringern.

 

 

Wechselwirkungen von CITALOPRAM AL 30 mg Filmtabletten

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden bzw. vor kurzem angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel, pflanzliche Mittel, Reformkost oder Nahrungsergänzungsmittel handelt.

 

Die gleichzeitige Einnahme von Citalopram mit den folgenden Arzneimitteln kann deren Wirkungsweise beeinflussen oder deren Nebenwirkungen verstärken und umgekehrt (d.h. es kann zu Wechselwirkungen kommen):

- Arzneimittel, die zur Gruppe der MAO-Hemmer gehören (Arzneimittel zur Behandlung von depressiven Erkrankungen oder der Parkinson-Krankheit). Bei gleichzeitiger Einnahme können sehr schwere Nebenwirkungen einschließlich eines Krankheitsbildes auftreten, das als Serotonin-Syndrom bekannt ist

- Pimozid, ein Arzneimittel, das zur Behandlung von bestimmten psychiatrischen Erkrankungen (Psychosen) angewendet wird. Nehmen Sie Citalopram AL nicht zusammen mit Pimozid ein, da es bei gleichzeitiger Einnahme zu Herzproblemen kommen kann

- Tramadol (ein starkes Schmerzmittel), Sumatriptan oder andere 'Triptane' (Arzneimittel zur Behandlung der Migräne), Oxitriptan und Tryptophan (ein Nahrungsergänzungsmittel und Serotoninvorstufe). Die gleichzeitige Einnahme von Citalopram mit diesen Arzneimitteln wird nicht empfohlen

- Antikoagulanzien (z.B. Warfarin) und andere Arzneimittel, die die Blutgerinnung beeinflussen können, wie nichtsteroidale Antirheumatika (entzündungshemmende Schmerzmittel wie Naproxen und Ibuprofen), Acetylsalicylsäure, Dipyridamol und Ticlopidin (Arzneimittel zur Senkung der Thrombosegefahr)

- Arzneimittel, die als 'atypische Neuroleptika' bekannt sind, Phenothiazine oder tricyclische Antidepressiva. Diese Arzneimittel können ebenfalls die Gefahr von Blutungen erhöhen.

- pflanzliche Präparate, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten. Diese sollten nicht gleichzeitig mit Citalopram eingenommen werden, da sich die Nebenwirkungen verschlimmern können

- Cimetidin, Omeprazol, Esomeprazol oder Lansoprazol (magensäurehemmende Mittel), Fluvoxamin (Arzneimittel zur Behandlung von depressiven Erkrankungen) und Ticlopidin (Blutverdünnungsmittel) können die Konzentration von Citalopram im Blut erhöhen. Sollten bei gleichzeitiger Einnahme dieser Arzneimittel mit Citalopram Nebenwirkungen auftreten, wird Ihr Arzt möglicherweise die Dosis von Citalopram verringern

- Lithium (ein Arzneimittel zur Behandlung von Manie und depressiven Erkrankungen). In Kombination mit Citalopram ist Vorsicht geboten. Wie üblich müssen die Konzentrationen von Lithium im Blut regelmäßig überwacht werden

- Arzneimittel zur Senkung der Krampfschwelle, z.B. andere Arzneimittel gegen depressive Erkrankungen (tricyclische Antidepressiva, SSRIs), Neuroleptika (zur Behandlung geisitg-seelischer Erkrankungen wie beispielsweise Schizophrenie und Manie, z.B. Phenothiazine, Butyrophenone, Thioxanthene), Mefloquin (Malariamittel), Bupropion (Arzneimittel, das zur Raucherentwöhnung eingesetzt werden kann, ein Antidepressivum) und Tramadol (Schmerzmittel): Die gleichzeitige Anwendung mit Citalopram kann Krampfanfälle auslösen

- bestimmte Arzneimittel, die bei gleichzeitiger Einnahme mit Citalopram langsamer aus dem Körper ausgeschieden werden. Hierzu gehören z.B. Flecainid und Propafenon (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen), Metopropol (bei Anwendung zur Behandlung von Herzleistungsschwäche), Arzneimittel zur Behandlung von depressiven Erkrankungen wie Desipramin, Clomipramin und Nortriptylin, bestimmte Arzneimittel gegen psychiatrische Erkrankungen (Psychosen) wie Risperidon, Thioridazin und Haloperidol. Ihr Arzt wird möglicherweise die Dosis Ihrer Arzneimittel anpassen

- andere Arzneimittel, die eine so genannte Verlängerung des QT-Intervalls im EKG hervorrufen, oder Arzneimittel, die den Gehalt an Kalium oder Magnesium im Blut verringern (was ebenfalls zu einer Verlängerung des QT-Intervalls führen kann). Citalopram hat auch eine derartige Wirkung, so dass sich bei gleichzeitiger Anwendung dieser Arzneimittel die Gefahr von Herzrhythmusstörungen erhöht.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie weitere Informationen dazu benötigen.

 

Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken:

Die Tabletten können mit oder ohne Nahrung eingenommen werden. Bei gleichzeitiger Einnahme von Citalopram mit Alkohol wurden zwar keine besonderen Wechselwirkungen festgestellt, trotzdem sollte der Genuss von Alkohohl während der Behandlung mit Citalopram vermieden werden.

Nebenwirkungen von CITALOPRAM AL 30 mg Filmtabletten

Wie alle Arzneimittel kann das Präparat Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Die folgenden Nebenwirkungen wurden mit den angegebenen Häufigkeiten berichtet:

 

Sehr häufig:
- Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Erregtheit, Nervosität
- Kopfschmerzen, Zittern, Schwindelgefühl
- Eingeschränkte Fähigkeit des Auges, sich auf verschiedene Entfernungen einzustellen (Akkommodationsstörungen)
- Herzklopfen (Palpitationen)
- Übelkeit, Mundtrockenheit, Verstopfung, Durchfall
- Vermehrtes Schwitzen
- Allgemeines Schwächegefühl (Asthenie).

 

Häufig:
- Gewichtsabnahme oder -zunahme
- Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, ungewöhnliche Träume, Gedächtnisverlust (Amnesie), Angst, verminderter Geschlechtstrieb, verminderter Appetit, Appetitlosigkeit oder vermehrter Appetit, Gleichgültigkeit (Apathie), Verwirrtheit
- Migräne, Missempfindungen (Parästhesien)
- Sehstörungen
- Ohrgeräusche (Tinnitus)
- Beschleunigter Puls
- Blutdruckabfall beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie), erniedrigter oder erhöhter Blutdruck
- Schnupfen (Rhinitis), Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
- Verdauungsbeschwerden, Erbrechen, Bauchschmerzen, Blähungen, vermehrter Speichelfluss, Veränderung des Geschmacksempfindens
- Hautausschlag, Juckreiz
- Beschwerden beim Wasserlassen, vermehrtes Wasserlassen
- Ausbleibender Samenerguss, Ejakulationsstörungen, ausbleibender Orgasmus bei der Frau, Orgasmusstörungen bei der Frau, abnorme oder schmerzhafte Menstruationsblutungen, Impotenz
- Müdigkeit, Gähnen, Aufmerksamkeitsstörungen
- Muskel- und Gelenkschmerzen
- Absetzreaktionen, Beschwerden wie z.B. Schwindelgefühl, Übelkeit, Erbrechen, Zittern, Verwirrtheit, Schwitzen, Kopfschmerzen, Durchfall, Empfindungsstörungen (Parästhesien und elektrisierende Missempfindungen), Schlafstörungen (einschließlich Schlaflosigkeit und intensive Träume), Erregtheit oder Angst, Herzklopfen, Gefühlsschwankungen, Reizbarkeit und Sehstörungen.

 

Gelegentlich:
- Glücksgefühle (Euphorie), gesteigerter Geschlechtstrieb
- Aggression
- Realitätsverlust oder Gefühl der Selbstentfremdung (Depersonalisation), Wahrnehmungsstörungen (Halluzinationen), gehobene oder stark erregte Stimmung, die zu ungewöhnlichen Verhaltensweisen führt (Manie)
- Pupillenerweiterung
- Bewegungsstörungen, wie z.B. eine anormale Haltung oder unwillkürliche schraubende Bewegungen (so genannte extrapyramidalmotorische Störung), epileptische Anfälle
- Verlangsamter Puls
- Husten
- Anstieg der Leberwerte (durch Blutuntersuchung nachweisbar)
- Überempfindlichkeit gegen Sonnenlicht (Photosensibilität), Nesselsucht, Haarausfall (Alopezie), rote oder violette - - Färbung der Haut (Purpura)
- Unfähigkeit, Harn zu lassen (Harnretention)
- Flüssigkeitsansammlung im Gewebe (Ödeme)
- Allergische Reaktionen, Bewusstseinsverlust, Unwohlsein.

 

Selten:
- Natriummangel (Hyponatriämie), verminderte Harnausscheidung durch ein so genanntes Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH)
- Serotonin-Syndrom
- Blutungen z.B. in Gebärmutter, Magen-Darm-Trakt, Haut oder Schleimhaut
- Leberentzündung (Hepatitis)
- Fieber.

 

Sehr selten:
- Panikattacken (diese Symptome können mit der Grunderkrankung zusammenhängen)
- Herzrhythmusstörungen
- Flüssigkeitseinlagerung mit schmerzhafter Schwellung der Haut und Schleimhaut (z.B. an Zunge und Rachen), erschwerte Atmung und/oder Hautausschlag und Juckreiz (so genanntes Angioödem)
- Anormaler Milchfluss aus der Brustdrüse (Galaktorrhoe)
- Schwere Überempfindlichkeitsreaktion (anaphylaktische Reaktion), die zu einem Schockzustand (starker Blutdruckabfall, Blässe, Unruhe, schwacher und schneller Puls, feuchte Haut und Bewusstseinseintrübung) aufgrund einer plötzlichen Erweiterung der Blutgefäße führen kann.

 

Häufigkeit nicht bekannt:
- Verminderung der Blutplättchen, wodurch das Risiko für Blutungen und Blutergüsse steigt (Thrombozytopenie)
- Allergische (Überempfindlichkeits-) Reaktionen, die lebensbedrohlich sein können
- Zähneknirschen
- Ruhelosigkeit
- Niedriger Kaliumspiegel im Blut (Hypokaliämie)
- Veränderungen im EKG (QT-Verlängerung)
- Nasenbluten
- Abnorme Leberfunktionstests
- Kleinflächige Hautblutung (Ekchymose)
- Azyklische Blutungen aus der Gebärmutter (Metrorrhagie)
- Schmerzhafte, andauernde Erektion (Priapismus)
- Psychomotorische Unruhe und Unfähigkeit, still zu sitzen oder still zu stehen
- Suizidale Gedanken, suizidales Verhalten. Fälle von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten während der Therapie mit Citalopram oder kurze Zeit nach Beendigung der Behandlung sind berichtet worden.

 

Andere mögliche Nebenwirkungen:
Ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Knochenbrüchen wurde bei Patienten, die mit dieser Arzneimittelgruppe behandelt wurden, beobachtet.

 

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.

Gegenanzeigen zu CITALOPRAM AL 30 mg Filmtabletten

Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden:

- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Citalopram, dem Wirkstoff des Arzneimittels, oder einen der sonstigen Bestandteile sind

- wenn Sie ein Arzneimittel einnehmen, das zur Gruppe der Monoaminoxidase (MAO)-Hemmer gehört. Diese Arzneimittel werden für gewöhnlich zur Behandlung von depressiven Erkrankungen oder der Parkinson-Krankheit angewendet. Der MAO-Hemmer Selegilin kann gleichzeitig mit Citalopram eingenommen werden, wenn die Dosis von Selegilin nicht mehr als 10 mg pro Tag beträgt.

- wenn Sie vor kurzem MAO-Hemmer eingenommen haben. Abhängig von der Art des MAO-Hemmers müssen Sie nach Beendigung der Einnahme des MAO-Hemmers bis zu 14 Tage warten, bevor Sie mit der Einnahme von Citalopram beginnen dürfen. Wenn Sie die Einnahme von Citalopram beenden und einen MAO-Hemmer einnehmen möchten, müssen Sie dazwischen eine Behandlungspause von mindestens 7 Tagen einlegen.

- wenn Sie Pimozid (ein Arzneimittel zur Behandlung der Schizophrenie und von chronischer Psychose) einnehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit zu CITALOPRAM AL 30 mg Filmtabletten

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

 

Schwangerschaft:

Zur Anwendung von Citalopram, dem Wirkstoff des Arzneimittels, während der Schwangerschaft liegen nur begrenzte Erfahrungen vor. Nehmen Sie Citalopram nicht ein, wenn Sie schwanger sind oder planen, schwanger zu werden, es sei denn, Ihr Arzt hält es für zwingend erforderlich.

Bitte stellen Sie sicher, dass Ihre Hebamme und/oder Ihr Arzt/ Ihre Ärztin darüber informiert sind, dass Sie mit Citalopram AL behandelt werden. Arzneimittel wie Citalopram können, wenn sie während der Schwangerschaft, insbesondere in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft, eingenommen werden, zu einer ernsthaften Gesundheitsbeeinträchtigung des Neugeborenen führen, die primäre oder persistierende pulmonale Hypertonie des Neugeborenen (PPHN) genannt wird und die sich darin zeigt, dass das Neugeborene schneller atmet und eine Blaufärbung der Haut aufweist. Diese Symptome beginnen normalerweise während der ersten 24 Stunden nach der Geburt. Bitte informieren Sie in einem solchen Fall sofort Ihre Hebamme und/oder Ihren Arzt.

Gleichwohl sollten Sie die Einnahme von Citalopram nicht plötzlich abbrechen. Wenn Sie Citalopram in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft eingenommen haben, informieren Sie bitte Ihren Arzt, da Ihr neugeborenes Kind bestimmte Beschwerden aufweisen könnte. Diese Beschwerden beginnen im Allgemeinen innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Geburt des Kindes. Hierzu gehören: Schlafstörungen, Schwierigkeiten beim Trinken oder Atmen, bläuliche Verfärbung der Haut, wechselnde Körpertemperatur (zu hoch oder zu niedrig), Krankheitsgefühl, häufiges Schreien, steife oder schlaffe Muskeln, Teilnahmslosigkeit, Zittern, ängstliches/nervöses Zittern oder Krampfanfälle. Wenn Ihr neugeborenes Kind bei der Geburt derartige Beschwerden aufweist, suchen Sie sofort Ihren Arzt auf, der Sie weiter beraten wird.

 

Stillzeit:

Citalopram geht in geringen Mengen in die Muttermilch über, so dass das Risiko einer Wirkung auf den Säugling besteht. Wenn Sie Citalopram einnehmen, müssen Sie mit Ihrem Arzt sprechen, bevor Sie mit dem Stillen beginnen.

Anwendung zu CITALOPRAM AL 30 mg Filmtabletten

Bitte nehmen Sie die Filmtabletten einmal täglich ein, entweder morgens oder abends, mit einem Glas Wasser. Die Tabletten können mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.

Patientenhinweise zu CITALOPRAM AL 30 mg Filmtabletten

Besondere Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich:

 

Suizidgedanken und Verschlechterung Ihrer Depression:

Wenn Sie depressiv sind können Sie manchmal Gedanken daran haben, sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen. Solche Gedanken können bei der erstmaligen Anwendung von Antidepressiva verstärkt sein, denn alle diese Arzneimittel brauchen einige Zeit bis sie wirken, gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal auch länger.

Das Auftreten derartiger Gedanken ist wahrscheinlicher,
- wenn Sie bereits früher einmal Gedanken daran hatten, sich das Leben zu nehmen oder daran gedacht haben, sich selbst zu verletzen
- wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Ergebnisse aus klinischen Studien haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Suizidverhalten bei jungen Erwachsenen im Alter bis 25 Jahre gezeigt, die unter einer psychiatrischen Erkrankung litten und mit einem Antidepressivum behandelt wurden.

Gehen Sie zu Ihrem Arzt oder suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus auf, wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt Gedanken daran entwickeln, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen.

Es kann hilfreich sein, wenn Sie einem Freund oder Verwandten erzählen, dass Sie depressiv sind. Bitten Sie diese Personen, diese Informationen zu lesen. Fordern Sie sie auf Ihnen mitzuteilen, wenn sie den Eindruck haben, dass sich Ihre Depression verschlimmert oder wenn sie sich Sorgen über Verhaltensänderungen bei Ihnen machen.

 

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren:

Citalopram sollte normalerweise nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden. Zudem sollten Sie wissen, dass Patienten unter 18 Jahren bei Einnahme dieser Klasse von Arzneimitteln ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen wie Suizidversuch, suizidale Gedanken und Feindseligkeit (vorwiegend Aggressivität, oppositionelles Verhalten und Wut) aufweisen. Dennoch kann Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren Citalopram verschreiben, wenn er entscheidet, dass dieses Arzneimittel im bestmöglichen Interesse des Patienten ist. Wenn Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren Citalopram verschrieben hat und Sie darüber sprechen möchten, wenden Sie sich bitte erneut an Ihren Arzt. Sie sollten Ihren Arzt benachrichtigen, wenn bei einem Patienten unter 18 Jahren, der Citalopram einnimmt, eines der oben aufgeführten Symptome auftritt oder sich verschlimmert. Darüber hinaus sind die langfristigen sicherheitsrelevanten Auswirkungen von Citalopram in Bezug auf Wachstum, Reifung und kognitive Entwicklung sowie Verhaltensentwicklung in dieser Altersgruppe noch nicht nachgewiesen worden.

 

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eine der unten aufgeführten Krankheiten oder Beschwerden haben oder hatten. Ihr Arzt wird entscheiden, ob Sie unter diesen Umständen Citalopram einnehmen dürfen oder nicht. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt:
- wenn Sie ein so genanntes Serotonin-Syndrom entwickeln mit Beschwerden wie starke Erregtheit, Zittern, Muskelzucken und Fieber. Wenn dies der Fall ist, wird Ihr Arzt die Behandlung mit Citalopram sofort beenden.
- wenn Sie eine nicht gut beherrschbare Epilepsie haben. Wenn Sie erstmalig Krampanfälle bekommen oder mehr Krampfanfälle haben als gewöhnlich, muss die Einnahme von Citalopram beendet und Ihr Arzt informiert werden.
- wenn Sie eine Elektrokrampfbehandlung erhalten.
- wenn Sie Episoden einer Manie (überaktives Verhalten oder überaktive Gedanken) haben oder hatten. Wenn Sie erneut beginnen, unter einer Manie zu leiden, wird Ihr Arzt die Behandlung mit Citalopram abbrechen.
- wenn Sie eine so genannte Psychose (eine bestimmte geistig-seelische Erkrankung) mit depressiven Phasen haben. Citalopram kann möglicherweise die Symptome Ihrer Psychose verschlimmern.
- wenn bei Ihnen Beschwerden wie ein inneres Gefühl der Ruhelosigkeit und die Unfähigkeit, still zu sitzen oder still zu stehen auftreten, die oft mit einer als quälend erlebten Unruhe verbunden sind (Akathisie). Diese Beschwerden treten meist innerhalb der ersten Wochen der Behandlung auf. Eine Erhöhung der Dosis von Citalopram kann zu einer Verschlimmerung führen.
- wenn Sie Blutgerinnungsstörungen haben oder hatten. Citalopram kann das Blutungsrisiko erhöhen.
- wenn Sie an einer schweren Nierenerkrankung leiden. Die Auswirkungen von Citalopram auf Patienten mit einer Nierenerkrankung sind nicht bekannt.
- wenn bei Ihnen eine Leberschädigung vorliegt oder Sie an einer Lebererkrankung leiden. In diesem Fall brauchen Sie eine geringere Dosis von Citalopram und müssen bei Ihnen regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden.
- wenn bei Ihnen Beschwerden wie Schlaflosigkeit und Erregtheit auftreten. Diese sind zu Beginn der Behandlung recht häufig. Möglicherweise verschreibt Ihnen Ihr Arzt eine geringere Dosis.
- wenn Sie unter Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) leiden. In diesem Fall muss Ihr Arzt möglicherweise Ihre Insulindosis oder die Dosis anderer Arzneimittel, die Sie zur Senkung Ihres Blutzuckers einnehmen, anpassen.
- wenn es bei Ihnen während der Behandlung mit Citalopram zu Beschwerden, wie Übelkeit und Unwohlsein mit Muskelschwäche oder Verwirrtheit kommt.
- wenn Sie zu bestimmten Herzproblemen neigen (Verlängerung des so genannten QTc-Intervalls im EKG oder Verdacht auf ein angeborenes Long-QT-Syndrom) oder Sie einen zu niedrigen Gehalt an Kalium oder Magnesium in Ihrem Blut (Hypokaliämie/Hypomagnesiämie) haben.

 

Bitte informieren Sie Ihren Arzt auch, wenn Sie folgende Arzneimittel einnehmen:
- ein Arzneimittel gegen Migräne, das zur Gruppe der so genannten Triptane gehört (z.B. Sumatriptan), das starke Schmerzmittel Tramadol oder Nahrungsergänzungsmittel, die Oxitriptan oder Tryptophan enthalten.
- pflanzliche Präparate, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten. Die gleichzeitige Einnahme mit Citalopramerhöht die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen. Sie sollten die Einnahme von Johanniskraut beenden und mit Ihrem Arzt sprechen.
- Arzneimittel, die die Blutgerinnung beeinflussen oder die Blutungsgefahr erhöhen.

 

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:

Citalopram hat einen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Alle Arzneimittel, die die Psyche beeinflussen, können die Fähigkeit einschränken, Entscheidungen zu treffen und in Notsituationen richtig zu reagieren. Deshalb können Ihre Verkehrstüchtigkeit und Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt sein. Setzen Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeuges und bedienen Sie keine Maschinen, bevor Sie wissen, wie Citalopram bei Ihnen wirkt. Fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie sich nicht sicher sind.

 

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

https://pharmadata.org/pdf/beipackzettel/ext/4973722/Beipackzettel-CITALOPRAM-AL-30-mg-Filmtabletten-50-St.pdf